Sich die Ernte teilen. Gemeinsam solidarische Landwirtschaft betreiben.

Nachhaltig Obst und Gemüse anbauen, vom Acker in den Mund leben. Und das in einer solidarischen Gemeinschaft, angeleitet von Permakultur-Designer:innen und Gärtner:innen.

Kooperationen und Mitgliedschaften
Wer wir sind

SolawING Nonnenaue e.V.

Wir, die SolawING Nonnenaue, sind ein eingetragener Verein und betreiben solidarische Landwirtschaft zum Anfassen. Und das direkt vor Ort auf dem Krebshof an der Nonnenaue. Uns gibt es seit 2020, wir gehen somit in unser 3. Anbaujahr. Aktuell erwirtschaften wir 36 Ernteanteile (Gemüse für jeweils 2 Personen/Woche) und liefern diese an Depots in Ingelheim, Wackernheim, Mainz und Bingen. Im Verein engagieren sich über 80 Mitgliedern und Fördermitgliedern und wir sind soziokratisch organisiert.

Unsere Vereinssatzung und Vereinsordnung findest du im Impressum.

Aktuelles

Ernteteil-Vergabe zum Erntejahr 2023

Zum neuen Erntejahr, das am 1. April 2023 beginnt, vergeben wir wieder Ernteanteile, für Kurzentschlossene auch früher. Interessierte können sich gerne unter mitglieder@solawing.org melden.

Geänderte Zeiten für den Ackertreff

Winter- und wetterbedingte Ackerzeiten sind Donnerstag, 13 - 16 Uhr
Ackerführungen finden
Samstag 28.1., 11.2., 25.2. und 11.3.
von 11 bis 13 Uhr statt

Was wir machen

Gemeinsam solidarische Landwirtschaft betreiben

Wir möchten gemeinsam regionale Wirtschaftskreisläufe aufbauen helfen. Wir wollen den Anbau von Obst und Gemüse selbst in die Hand nehmen und bestimmen, wie unsere Nahrungsmittel produziert werden. Wir möchten beim Aufbau einer „enkeltauglichen“ und klimagerechten Landwirtschaft mitwirken, die möglichst wenig Raubbau an Mensch und Umwelt verursacht. Und wir möchten ein Ort des Lernens sein.

Wo du uns findest

Unser Acker liegt an der Nonnenaue, zwischen Budenheim und Heidenfahrt.

Wir haben aktuell eine Fläche von ca. 2.400 Quadratmeter auf dem Obsthof von Sonja Krebs auf der Nonnenaue gepachtet. Hier können wir wachsen und unsere Anbaufläche sukzessive vergrößern. 

Wir bewirtschaften neben unserem „Marktgarten“ auch einen „Naschgarten“ für Mitglieder, ein Waldgarten ist im Entstehen und erste Bäume sind gepflanzt. Wir versuchen, die ehemals konventionell bewirtschaftete Fläche nach und nach zurückzugewinnen und setzen dabei auf die Prinzipien des ökologischen Landbaus unter besonderer Berücksichtigung der Permakultur.

Wie du mitmachen kannst

Es gibt verschiedene Formen, wie du dich im Verein einbringen kannst

Egal ob als Ernteteiler:in, Mitglied oder Fördermitglied – wir freuen uns über dein Interesse und jegliche Form des Engagements. Ein Hinweis noch: Wenn du einen Ernteanteil beziehen möchtest, musst du Mitglied des Vereins sein um auch die Möglichkeit zu haben, das Vereinsleben aktiv mitzugestalten.

Als Ernteteiler:in

Als Ernteteiler:in erntest du die Früchte unserer Arbeit. Wir ernten regelmäßig (im Sommer wöchentlich, im Winter 2- bis 4-wöchentlich). Wir streben an, dass ein Ernteanteil ca. 2 Personen pro Woche mit Gemüse versorgt.

Als Mitglied

Eine Mitgliedschaft ist Voraussetzung für einen Ernteanteil. Aber auch wenn du nicht Ernteiler:in sein möchtest, kannst du dich aktiv in unseren Verein einbringen. Ohne unsere fleißigen Mitglieder wäre die ganze Arbeit gar nicht zu stemmen!

Als Fördermitglied

Auch als Fördermitglied kannst du den Verein aktiv unterstützen. Gerade als junger Verein sind wir auf Spenden und Unterstützungen in jeglicher Form angewiesen und freuen uns sehr über dein Engagement.

Was unsere Mitglieder und Ernteteiler:innen sagen

Ich wusste gar nicht, dass es eine Solawi direkt bei uns vor der Nase gibt. Wir sind spontan hin. 2 Tage später war ich Mitglied und nach 4 Wochen hatten wir unseren Ernteanteil.
Johannes
Heidesheim
An der frischen Luft, in einer tollen Gemeinschaft, Gemüse anzubauen und angelesenes, theoretisches Wissen in die Tat umzusetzen und somit direkt auf dem Acker zu lernen, macht einfach Spaß.
Barbara
Bingen
Nun bin ich schon bald im 3. Anbaujahr mit großer Freude dabei. Habe tolle Leute kennengelernt mit denen ich schon die vielfältigsten Aufgaben in Angriff genommen habe. Gespannt bin ich jedes mal auf die Gemüsekiste, die auch immer wieder für mich Unbekanntes enthält.
Ursula
Wackernheim
2021 sind wir mit einer gepachteten Anbaufläche von 2.400 m² gestartet, auf der unser Gemüse für 25 Ernteteile angebaut haben. 2022 haben wir schon auf 36 Ernteteile und 3.000 m² für den Gemüseanbau aufgestockt. Zur Realisierung unseres neusten Projektes "Klimaresilienter Obstgarten" haben wir von Sonja noch weitere Fläche gepachtet, die an die bisherige Fläche anschließt. Ende 2022 haben wir dort eine Wildhecke zum Windschutz und auch schon die ersten 15 Bäume gepflanzt. Somit werden in diesem Jahr insgesamt 5.800 m² von uns bewirtschaftet.
Jörg
Ingelheim
Wir haben dein Interesse geweckt?

Wir würden uns sehr freuen, wenn du einfach mal auf dem Acker vorbei schaust, dir vor Ort einen Eindruck machst und deine interessierten Fragen mitbringst. Bis bald auf der Nonnenaue, du bist herzlich eingeladen.

Was sich viele Leute fragen

Du hast Fragen? Wir haben hier ein paar Antworten gesammelt. Den Rest beantworten wir dir gerne vor Ort auf unserem Acker.

Antworten auf die häufigsten Fragen findest du schon mal hier. Falls deine Frage(n) noch nicht beantwortet sein sollten, freuen wir uns, wenn du einfach mal auf dem Acker vorbei schaust. Alternativ erreichst du uns unter mitglieder@solawing.org.

Die ordentliche Mitgliedschaft berechtigt dazu, den Verein mit zu gestalten und sich am Naschgarten zu bedienen. Man kann einfach nur Mitglied sein, weil man die Sache unterstützen will. Darüber hinaus ist es natürlich möglich, Ernteanteile zu beziehen.

2023 ist unser drittes Anbaujahr und wir wollen uns von 35 auf 38 Ernteanteile steigern (2022:  von 25 auf 35). Wer noch nicht in den Genuss eines Ernteanteils kommt (aber gerne einen hätte), erhält einen Platz auf der Warteliste.
Ein Ernteanteil ist so ausgelegt, dass zwei Personen insbesondere mit Gemüse versorgt sind. Das Gemüse stammt aus eigenem Anbau und wird ggfls. durch Produkte von Partnern ergänzt. Natürlich sind nur saisonale oder Lagerprodukte enthalten. Für Abwechslung ist dennoch gesorgt. Die Ernte wird wöchentlich unter den Mitgliedern mit Ernteanteil aufgeteilt.

Alle Ernteteiler*innen legen sich verbindlich fest, für ein Jahr (1. April bis 31. März) Gemüse zu beziehen und ihren monatlichen Beitrag zu bezahlen.

Die aktive Beteiligung der Mitglieder ist notwendig und erwünscht - ohne diese geht es insbesondere in der Anfangsphase.

Ordentliche Mitglieder bezahlen zurzeit (nach Selbsteinschätzung) einen Beitrag von 30 oder 60 Euro pro Jahr.
Ordentliche Mitglieder beteiligen sich zudem mit einer einmaligen Vereinseinlage von mindestens 100 Euro und werden damit Miteigentümer*innen der solawING Nonnenaue e.V.. Dies kann in Form einer Schenkung oder in Form eines zinslosen Nachrangdarlehens sein, welches zwischen Verein und Mitglied vertraglich geregelt wird. Bei letzterem wird bei Austritt der gleiche Betrag ausgezahlt, der zu Beginn als Einlage eingezahlt wurde. Ordentliche Mitglieder können, müssen aber nicht, einen Ernteanteil erwerben.
Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit einer Fördermitgliedschaft. Hier beträgt der Beitrag mindestens 10 Euro pro Jahr. Gerne darf zur finanziellen Unterstützung der Vereinsziele auch ein höherer Betrag bezahlt werden. Fördermitglieder sind nicht stimmberechtigt und können keinen Ernteanteil beziehen.

Basis ist das Jahresbudget des Betriebes, das durch die Erntebeiträge gedeckt wird (siehe Vereinsordnung). Die durchschnittliche Höhe der Erntebeiträge wird von der Mitgliederversammlung festgelegt und hängt u.a. von der Anzahl der Ernteteiler*innen ab. Der individuell zu bezahlende Beitrag wird dann i.d.R. in einem Bieterverfahren bestimmt.

Von den Mitgliedsbeiträgen werden Vereinsorganisation, Öffentlichkeitsarbeit, Vereinsveranstaltungen, Bildungsangebote, Investitionen etc. bezahlt.
Über den Erntebeitrag werden die Kosten für Anbau, Ernte, Miete, Pacht, Arbeitslöhne etc. finanziert.
Durch die Vereinseinlage werden ordentliche Mitglieder Miteigentümer*in am Grundkapital, welches die solawING Nonnenaue aufbringen muss, um mit dem Anbau starten und Investitionen tätigen zu können (z.B. Werkzeug, Zäune, Bewässerungstechnik etc.).

Der Ernteanteil wird jeweils für 12 Monate (1. April bis 31. März) bezogen, die Bezugsdauer verlängert sich automatisch um 12 Monate, so lange dieser nicht gekündigt wird. Die Kündigung ist zum 1. April möglich, die Frist beträgt 3 Monate. Für eine Kündigung innerhalb des Jahres muss ein*e Nachfolger*in gefunden werden, der*die den Ernteanteil übernimmt.

Jeden Freitag wird frisch geerntet und an die Ernteteiler*innen verteilt.
In den Wintermonaten wird i.d.R. nur jede 2. Woche Ernte ausgegeben und es kann auch eine Ausgabepause eingelegt werden müssen.
Die Erntekisten werden für alle von dem wöchentlichen Packteam (bestehend aus Mitgliedern) zusammengestellt. Ab spätestens 16 Uhr stehen die Kisten bei den jeweiligen Abholstellen bereit.
Mitglieder teilen mit, bei welcher Abholstelle sie ihren Anteil abholen möchten. Ein Wechsel der Abholstelle ist nach Rücksprache möglich.
Bisherige Abholstellen sind:

  • solawING-Gelände, Nonnenauweg, 55218 Ingelheim
  • Weiselhof, Mainzer Str. 254, 55218 Ingelheim
    Geplante Abholzeiten: Freitag von 16:00 bis 18:00 Uhr
  • Gottschalk Obst, Binger Straße 53, 55218 Ingelheim (zu den Öffnungszeiten des Hofladens)
  • Mainz-Mombach (privat organisiert)
  • Bingen (privat organisiert)
    Wir sind bestrebt, die Abholung der Ernte möglichst autofrei zu gestalten. Um Verpackungsmüll zu vermeiden, bringen alle eigene Taschen oder Behälter für das Gemüse bzw. Obst mit. Weitere Abholstellen richten wir nach Bedarf ein.

Je tatkräftiger sich die Mitglieder einbringen, desto erfolgreicher wird sich das Projekt entwickeln. Die Gärtner*innen brauchen helfende Hände auf dem Acker, insbesondere am Erntetag. Die Mitarbeit bei Anbau und Ernte wird von ihnen koordiniert.
Darüber hinaus gibt es über das Jahr verteilt Arbeiten, die mit Vorlauf geplant und über unser Kommunikationstool angekündigt werden. Dies sind insbesondere Arbeiten an unserer Infrastruktur (Beete vorbereiten, Bewässerung legen, Zäune ziehen...), oder größere Pflanzaktionen.
Wir planen auch Patenschaften für bestimmte Kulturen. Die Paten kümmern sich regelmäßig und verantwortlich um die Pflege dieser Kulturen, z.B. Tomaten regelmäßig ausgeizen und hochbinden.
Auch über die Feldarbeit hinaus gibt es vielfältige Möglichkeiten, die Arbeit der solawING Nonnenaue zu unterstützen, z.B. bei der Organisation von Festen, der Mitgliederverwaltung, Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit oder der Website.

Neben der regionalen Versorgung mit Gemüse und Obst ist die Förderung und Erprobung der folgenden Themenfelder wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit:

  • ökologische, klimagerechte und soziale Landbewirtschaftung,
  • Biodiversität und regionale, saisonale Ernährung,
  • demokratische und solidarische Organisationsformen,
  • Anpassungsstrategien an den Klimawandel im Gemüse- und Obstanbau durch die Erprobung von Anbauweisen, Sortenauswahl etc.,
  • Wissensvermittlung zu Folgen verschiedener Formen der Landbewirtschaftung und unserer Ernährung auf Natur, Klima und Gesellschaft,
  • Erhalt und die Weiterentwicklung samenfester Gemüse- und Obstsorten und alter Nutztierrassen,
  • die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung und Verpackungsmüll sowie
  • die Unterstützung regionaler Kreislaufwirtschaft.

Im Rahmen unseres Engagements möchten wir Freiräume für persönliche und gemeinsame Erfahrungen schaffen und so Wertschätzung und Verbindung erleben: Beispielsweise bei der Verkostung von frisch geerntetem Obst und Gemüse, beim gemeinsamen Kochen und Verarbeiten, bei der Gartenarbeit oder vielen anderen Erfahrungsmöglichkeiten.

Du hast noch Fragen an uns oder möchtest uns etwas mitteilen?